Geschichtsprojekt A27: Erinnerungskultur- Aufklären über die Stolpersteine in Arnstadt
Im Rahmen eines Geschichtsprojekts haben sich die Geschichtsgrundkurse der elften Klassen intensiv mit den Stolpersteinen in Arnstadt beschäftigt. Diese im Boden verlegten Gedenktafeln sollen an die Opfer des Nationalsozialismus und ihre Schicksale erinnern.
Zu Beginn des Projekts untersuchten die Schülerinnen und Schüler wie diese Erinnerungsorte im Alltag wahrgenommen werden: Wie viele Menschen gehen täglich an den Steinen vorbei? Bleiben sie stehen, lesen sie die Inschriften, oder werden die Stolpersteine im hektischen Alltag schlicht übersehen? Bei ihren Beobachtungen vor Ort stellten sie fest, dass viele Steine kaum wahrgenommen werden – sei es durch ihre Lage, mangelnde Sauberkeit oder fehlende Informationen in unmittelbarer Nähe.
Das Ziel des Projekts lag dann darin, über die Stolpersteine aufzuklären, sowie den Menschen hinter den Steinen ein Gesicht zu geben. Dazu recherchierten die Schülerinnen und Schüler die Lebensgeschichten hinter ausgewählten Familien, denen die Stolpersteine gewidmet sind, und bereiteten die Informationen für die Öffentlichkeit auf. Zudem entwickelten die elften Klassen aus ihren Beobachtungen zur fehlenden Wahrnehmung der Stolpersteine von Passanten, konkrete Ideen, wie die Sichtbarkeit und Wahrnehmung dieser im Stadtbild verbessert werden könnte. Die Ergebnisse wurden als Instagram-Beiträge auf dem eigens dafür eingerichteten Kanal „arnstadt.stolpersteine“ veröffentlicht, wo sie bereits jetzt zu sehen sind.
So verbindet das Projekt historisches Lernen mit aktivem Erinnern – und macht deutlich, wie wichtig es ist, die Geschichten hinter den Namen lebendig zu halten.
Luisa Huhn (im Namen der Geschichts-Grundkurse A27)